Teror – eine historische Stadt
Teror gehört unserer Meinung nach zu den schönsten Städten Gran Canarias. Das historische Zentrum ist für seine traditionelle kanarische Architektur bekannt. Besonders ins Auge fallen die markanten Türen und Fensterrahmen sowie die charakteristischen Balkone aus dunklem, kunstvoll geschnitztem Holz.
Die Geschichte der Stadt reicht bis ins frühe 16. Jahrhundert zurück, doch ein Großteil des heutigen historischen Stadtbildes stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das Gebiet rund um die Basilika ist kulturell und architektonisch so bedeutend, dass es 1979 als historisches Ensemble unter Schutz gestellt wurde.
Das historische Zentrum von Teror
Ein guter Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Altstadt ist die Calle Real de la Plaza, unweit des größten Parkplatzes der Stadt. An der Straße sind einige der schönsten Holzbalkone Terors zu sehen. Sie führt weiter zur Plaza del Pino, dem historischen und religiösen Zentrum der Stadt. Dort steht die Basilika Nuestra Señora del Pino, umgeben von alten Häusern mit Balkonen, geschnitzten Türen und Details aus Holz und Stein.
Auf der anderen Seite der Basilika liegt La Alameda (Plaza Pío XII). Zusammen mit dem alten Bischofspalast gehört der Platz zu den stimmungsvollsten Orten Terors und eignet sich gut für eine Mittagspause.

Die Basilika Nuestra Señora del Pino
Die Basilika Nuestra Señora del Pino ist das bedeutendste Bauwerk Terors und eine der wichtigsten religiösen Stätten der Kanarischen Inseln. Die heutige Kirche wurde 1767 fertiggestellt. Der markante gelbe Glockenturm stammt dagegen aus dem Jahr 1708 und gehörte zu einem Vorgängerbau an derselben Stelle.
Die Basilika ist der Virgen del Pino, der Schutzpatronin Gran Canarias, gewidmet. Der Überlieferung zufolge erschien die Jungfrau Maria in der Krone einer Kiefer an der Stelle, an der sich heute die Plaza del Pino befindet. Dies soll am 8. September 1481 geschehen sein.
Jedes Jahr wird die Virgen del Pino mit einem umfangreichen religiösen und kulturellen Festprogramm gefeiert. Zu den wichtigsten Programmpunkten gehören die Romería Ofrenda am 7. September und das Hochamt am 8. September. Anschließend wird mit weiteren Veranstaltungen noch bis weit in den September hinein gefeiert.
Direkt an der Plaza del Pino liegt auch das Casa Museo de los Patronos de la Virgen. Das Museum zeigt unter anderem historische Möbel, Gemälde, Fotografien und Porzellan. Aktuell ist es bis auf Weiteres geschlossen, doch die Fassade und der Balkon des Gebäudes gehören nach wie vor zum historischen Stadtbild rund um den Platz.


Der Sonntagsmarkt in Teror
Der beliebte Markt findet jeden Sonntag von 9 bis 15 Uhr rund um die Basilika und auf der Plaza de Sintes statt. Mit etwa 100 Ständen und einer rund 200-jährigen Geschichte zählt er zu den ältesten Märkten Gran Canarias.
Das Angebot reicht von Kunsthandwerk, Textilien und religiösen Artikeln bis hin zu Brot, Käse, Gebäck und anderen lokalen Lebensmitteln. Die bekannteste Spezialität ist Chorizo de Teror, eine weiche, würzige Wurst, die meist als Brotaufstrich gegessen wird. Eine weitere lokale Spezialität ist morcilla dulce, eine süße Blutwurst, die unter anderem Mandeln, Rosinen, Zimt und Anis enthält.
Außerdem gibt es auf dem Markt Backwaren der Nonnen des Monasterio del Císter. Am bekanntesten sind die truchas de batata, kleine Gebäckstücke mit einer Füllung aus Süßkartoffeln und Mandeln. Wenn kein Markt stattfindet, kann man diese und andere Backwaren direkt am Kloster kaufen.

Sonntag oder unter der Woche?
Für einen Besuch in Teror empfehlen wir, 2–4 Stunden einzuplanen. Zwei Stunden reichen in der Regel für einen Rundgang durch das historische Zentrum und einen Besuch der Basilika. Wer zusätzlich den Markt besucht und zu Mittag isst, sollte etwa einen halben Tag einplanen.
Wer Märkte mag, sollte Teror unbedingt an einem Sonntag besuchen. Für uns ist der Sonntagsmarkt der beste traditionelle Markt Gran Canarias – mit vielen interessanten Ständen und lokalen kulinarischen Spezialitäten. Unter der Woche ist die Stadt dagegen ruhiger. Dann lassen sich die Architektur und die historische Atmosphäre ganz entspannt erleben.
Firgas und Arucas
Teror ist nur eine von mehreren sehenswerten Städten im Norden Gran Canarias. Vor allem Firgas, auch als Villa del Agua bekannt, hat ein charmantes Zentrum und eine interessante Geschichte. Wir haben selbst einen Vormittag in Teror verbracht, in der Nähe von La Alameda ein traditionelles kanarisches Mittagessen genossen und am Nachmittag Firgas besucht.
Im selben Gebiet liegt auch Arucas, eine der bedeutendsten historischen Städte im Norden Gran Canarias. Das Wahrzeichen der Stadt ist die eindrucksvolle neugotische Kirche San Juan Bautista. Sie wird oft als Kathedrale von Arucas bezeichnet, obwohl sie offiziell keine Kathedrale ist.

Karte von Teror
Die Karte zeigt Teror und die Altstadt rund um die Plaza del Pino. Hier befindet sich die Basilika Nuestra Señora del Pino, während die Calle Real de la Plaza durch das historische Zentrum führt. Etwas östlich des Zentrums liegt die Tiefgarage unter der Plaza de Sintes.




